LANDKREIS FORCHHEIM – In den letzten Jahren hat sich die Industrie- und Baustruktur im Landkreis Forchheim deutlich verändert. Große Industriehallen und Tiefgaragen fordern die Feuerwehren im abwehrenden Brandschutz.
Aus diesem Grund wurde im Entwicklungskonzept Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Forchheim, auf Empfehlung und in Zusammenarbeit mit der Kreisbrandinspektion, die Anschaffung eines mobilen Großventilators zur Belüftung großer Bauwerke beschlossen, eingeplant und beschafft.
Überdruckbelüftung und Hochleistungslüfter – diese zwei Begriffe nehmen seit vielen Jahren einen festen Platz im Feuerwehr-Wortschatz ein. Nicht nur in Städten und bei Berufsfeuerwehren, sondern auch in unseren Bereichen sind Lüfter flächendeckend notwendig. Belüften oder Entrauchen ist mehr als ein einfaches „Blasen von Luft in ein Gebäude“.
Ein Brand in großen Objekten kann sich schnell zu einer Katastrophe entwickeln. Für die Feuerwehr ist es kaum möglich, sich in den verrauchten Bereichen zu orientieren und der Hitzestau führt zu einer enorm schnellen Brandausbreitung. Mobile Großventilatoren sorgen umgehend für bessere Sicht und niedrigere Temperaturen im Brandobjekt. Rettungsmaßnahmen können schneller und sicherer bewältigt werden.
Insbesondere eine gezielte Abführung von Rauch und Hitze hilft, Rauchschäden zu vermeiden. Die Produktionsausfallzeiten bei Bränden in Fertigungs- und Montagehallen können somit deutlich verkürzt werden.
Weiterhin ermöglicht die Wassernebeleinrichtung Objekte wirksam zu kühlen oder freigesetzte Gase erfolgreich niederzuschlagen. Durch die optimale Verteilung des Wassers im Luftstrahl und die feine Zerstäubung wird eine hervorragende Wärmebindung erreicht.
Die vergangenen Einsätze in Industriebetrieben haben die Notwendigkeit dieser Planung und Beschaffung bestätigt. Ohne den Einsatz eines Großventilators wäre das Schadensausmaß deutlich erhöht worden und der Schutz der Einsatzkräfte deutlich geringer ausgefallen.
Die Stationierung des Einsatzmittels vom Landkreis Forchheim am Standort Forchheim stellt eine deutliche Verbesserung der Gefahrenabwehr im gesamten Landkreis und der Regnitzachse dar. Es dient somit allen Kommunen des Landkreises zur Verbesserung des abwehrenden Brandschutzes und der Sicherheit der Einsatzkräfte.
Die investierten finanziellen Mittel von fast 60.000 € unterstützen somit die 29 Gemeinden bei der Bewältigung von größeren Schadensereignissen und stärken den ehrenamtlichen Einsatz unserer Feuerwehren.
Oliver Flake
Kreisbrandrat


